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17 Jahre Eppendorf ‒ die individuelle Lernreise von Marcel Steinbach

Beyond Science

In Leipzig schlägt ein Herz schon beinahe zwei Jahrzehnte im Takt der Produktion der Eppendorf Zentrifugen GmbH. Es ist das Herz von Marcel Steinbach, der 2006 seine Ausbildung als Zerspanungsmechaniker begann und heute als Head of Production Accessories die gesamte Zubehörfertigung (Logistik, CNC-Fertigung und Zubehörmontage) für das Zentrifugenzubehör leitet.

Marcel, du warst 23 Jahre jung, als du dich für Eppendorf und eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker in Leipzig entschieden hast. Danke, dass du uns an deiner 17-jährigen Eppendorf-Geschichte teilhaben lässt.


Gern, wenn ich so darüber nachdenke, war es schon immer und ist auch heute noch eine sehr aufregende und bewegende Zeit. Wenn man mir 2006 gesagt hätte, du wirst mal als Produktionsleiter für rund 40 Kolleg:innen und zehn CNC-Fertigungsmaschinen (CNC: Computer Numerical Control) auf rund 5000 qm Produktionsfläche verantwortlich sein und deinen Beitrag für hunderttausende Zentrifugenzubehörteile leisten, hätte ich vermutlich nur ungläubig geguckt.


Starten wir mal bei deinen Anfängen. Wie bist du zu Eppendorf gekommen?


Ich bin grundsätzlich sehr praktisch veranlagt und schon immer technikbegeistert. Daher war für mich eine technisch-handwerkliche Ausbildung sehr reizvoll. Eppendorf sagte mir damals schon was, da eine Bekannte dort arbeitete – übrigens bis heute. Regional war ein für mich interessantes Stellenprofil, das Robotik, Mechanik und Computertechnologie miteinander verbindet, auch kaum gesucht. Daher stand die Entscheidung für die Ausbildung als Zerspanungsmechaniker bei Eppendorf ziemlich schnell fest. Und es war auch die richtige Entscheidung, das habe ich schon in den ersten Wochen gemerkt. Als Azubi habe ich mich von Anfang an als echtes Teammitglied gefühlt. Die Eppendorfer:innen haben sich Zeit genommen, uns umfassend einzuarbeiten und uns alle Abläufe genau zu erklären. Im überbetrieblichen Ausbildungszentrum konnte man sich an CNC-Maschinen ausprobieren und praktische Lernerfahrungen sammeln. Kein Arbeitstag war wie der andere und der Weg zum vorgegebenen Ziel war immer uns überlassen.


Wie ging es nach deiner Ausbildung weiter?


Schon sechs Monate vor Ausbildungsende wusste ich, dass ich als CNC-Bediener im Dreischichtbetrieb in Leipzig einen Arbeitsvertrag angeboten bekommen würde. Nach einem Jahr wurde ich zum Gruppenverantwortlichen in der CNC-Fertigung befördert und hatte so die Möglichkeit, Projektverantwortung zu übernehmen, den CNC-Bereich zu modernisieren und mein Team weiterzuqualifizieren. Momentan leite ich als Head of Production Accessories die gesamte Zubehörfertigung (Logistik, CNC-Fertigung und Zubehörmontage) für unser Zentrifugenzubehör.

Mittlerweile sind wir im gesamten Team in der Zubehörfertigung 40 Mitarbeiter:innen und betreiben an unserem Standort zehn hochmoderne CNC-Bearbeitungsmaschinen. Durch Investitionen in neueste Technologien – und damit in eine hochmoderne Zerspanung – konnten wir wachsen und haben sehr viele ambitionierte Kolleg:innen, unter anderem mit Abschlüssen als Meister:innen und Techniker:innen, im Team, die alle bei uns eine Perspektive haben. Vorbilder sind hier die eigenen Teamleiter:innen, die auch mal im Schichtbetrieb angefangen haben.


Worauf bist du besonders stolz?


Oh, da gibt es vieles, auf das ich sehr stolz sein kann. Für mich persönlich war die Führungskräfteausbildung der letzten Jahre sehr prägend. Unter anderem hatte ich die Möglichkeit, mich im Bereich Lean Management und Mitarbeiter:innenführung im Rahmen des STep-Programms (System Transformation eppendorf program) ausbilden zu lassen. So bin ich heute beispielsweise als Coach für Arbeitsorganisation für die Ausbildung neuer Mitarbeiter:innen tätig.

Eine ganz besondere Erinnerung ist die an den Umzug 2019 in das heutige Werk der Zubehörfertigung in Leipzig. Als Team haben wir gemeinsam – und da übertreibe ich nicht – wirklich Großartiges geleistet. Man muss sich mal vorstellen, was das für eine Herausforderung war, in kürzester Zeit aus einer leeren Industriehalle ein voll funktionsfähiges, modernes Werk zu machen – und das im laufenden Dreischichtbetrieb. Alle haben mit angepackt, haben viele Zusatzaufgaben neben dem eigentlichen Produktionsbetrieb übernommen, zum Beispiel Schränke und Regale aufgebaut, Werkbänke rein- und rausgetragen, immer wieder für Sauberkeit und Ordnung gesorgt und vieles mehr. Wir mussten uns auf zwei Werke aufteilen, um die Produktion im Baubetrieb am Laufen zu halten, während wir von Baggern und Baustellenlärm umgeben waren.

In solchen Extremsituationen merkt man einfach, wie wichtig es ist, dass man sich im Team aufeinander verlassen und sich gegenseitig vertrauen kann. Also die Antwort auf die Frage in Kurzform: Auf das gesamte Team bin ich unheimlich stolz – der Umzug ist dabei nur eines von vielen Beispielen aus knapp zwei Jahrzehnten Eppendorf.


Was macht aus deiner Sicht die Eppendorf-Gruppe als Arbeitgeber – insbesondere für Produktionsmitarbeiter:innen – interessant?


Ich habe in den letzten 17 Jahren immer neue Ziele gehabt und viele Unterstützer:innen, die mich auf meinem Weg begleitet und unterstützt haben. Dieses Mindset trage ich auch heute als Führungskraft in mir. Es ist mir wichtig, anderen eine Chance zu geben, sich zu zeigen, sie erfolgreich sein zu lassen. Über die Jahre konnten viele meiner Kolleg:innen einen oder mehrere Karrieresprünge machen und sind heute Teamleiter:innen, Prozessingenieur:innen oder sehr gute Programmier:innen. Wer Lust hat, gemeinsam aus Ideen konkrete Projekte zu entwickeln, unsere Produktion damit noch leistungsfähiger zu machen und Teil unseres Teams zu sein, mit richtig tollen Perspektiven in einer spannenden Branche, der ist bei uns genau richtig.


Welche Lernmöglichkeiten zur individuellen Weiterentwicklung bietet Eppendorf Zentrifugen am Standort Leipzig?


Natürlich können alle Kolleg:innen das zentrale Lernangebot, wie zum Beispiel E-Learnings, nutzen. Viel wichtiger für uns im Produktionsbetrieb ist aber das Lernen in der Praxis. Wir arbeiten mit Maschinen, die sich in der Anschaffung im Millionenbereich bewegen. Wie stellen wir sicher, dass eine Entscheidung im Umgang mit diesen Maschinen morgens um 3 genauso professionell und verantwortungsvoll getroffen wird wie mittags um 12? Ganz einfach: durch Learning by Doing, durch erfahrene Kolleg:innen, die sich die Zeit nehmen, Dinge immer wieder zu zeigen und zu erklären, und durch Besuche bei Maschinenbaufirmen oder Werksführungen, wo wir uns Inspirationen holen. Beispielsweise machen wir zweimal im Jahr einen Projekttag mit anschließendem Teambuilding-Event, wie zum Beispiel einer Werksführung bei einem Automobilhersteller. Daraus sind schon oft Optimierungen hervorgegangen.


Welche Bewerbungstipps kannst du interessierten Kandidat:innen mitgeben?


Es erreichen mich viele Bewerbungsmappen mit vielen Zeugnissen. Das ist aber für mich nicht wirklich ausschlaggebend. Ich suche Menschen, die Lust haben, sich voll einzubringen, und die den Platz auf der eigenen Festplatte mit Wissen füllen wollen. Beim Vorstellungsgespräch achte ich darauf, ob ich die ‮„Ich-will-lernen-Haltung“ und „WIR-schlägt-ICH-Denkweise“ erkennen kann. Das zählt wirklich. Wir haben auch Quereinsteiger:innen aus der Baubranche oder aus dem Kfz-Bereich bei uns im Team, die umgeschult wurden und/oder sich vorqualifiziert haben und nun für uns als CNC-Einrichter und

-Bediener tätig sind. Wenn du neugierig bleibst, du fleißig, hilfsbereit, umsichtig bist und mitdenkst, dann kannst du auch viel erreichen.

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